Trolle in der Literatur

Trolle tauchen zahlreich in vielen Geschichten und Legenden auf, welche sich mehr oder weniger auf die germanisch-nordische Kultur beziehen. Von ihrem Aussehen her sind sie sehr menschenähnlich, sie gehen auf zwei Beinen, sind jedoch bis zu 3 Metern groß. In der Regel sagt man ihnen ein grobes Erscheinungsbild nach. Wie z.b. grünbraune, ledrige Haut, langes verfilztes Haar, Knollennase, fratzenartiges Lachen und schlechte Zähen welche meist schwarz und ganz verfault sind nach.

Welche Rolle spielen Trolle in der Literatur?

Von ihrem Charakter her sind diese Fabelwesen grundtief böse, dumm und besitzen einen tief verankerten Blutdurst, den sie durch stetige Gewaltausbrüche zu Tage bringen.
Wer jedoch glaub, dass diese Fabelwesen nur noch eine Sage sind, der hat sich geirrt. Selbst heute noch sind sie in Schweden ein fester Bestandteil der Volksüberlieferungen. In vielen Vorgärten gibt es sie als Schnitzereien. Jedoch ist mittlerweile nicht mehr klar, ob sie nur noch als Dekoration dienen, oder wirklich der alte Glaube darin noch steckt, dass man damit die ,,realen" Trolle besänftigen will. Denn laut einer Schwedischen Sage heißt es: In jedem Haus sollte ein Troll wohnen, damit diese friedlich gestimmt sind und das Glück nicht vergeht.

Was haben Trolle, Literatur und Videospiele gemeinsam?


Nicht nur in Videospielen und Filmen sind diese Wesen oft anzutreffen. Vor allem in der Literatur gibt es zahlreiche Bücher speziell über sie, aber auch in Fantasy- Romanen haben die Trolle ein reges Auftreten .
Besonders in den weltbekannten Büchern von J. R. R. Tolkien, tauchen immer wieder Trolle auf. Wie in: „Der kleine Hobbit“, und in der Trilogie „Der Herr der Ringe“. Die Autorin beschreibt hierbei die Fabelwesen in ihrer Urform, vom Charakter und auch vom Aussehen her.

Wer hat die Trolle zur Literatur gebracht?


Des weitere gehört der Schwede John Bauer, wenn es um Trolle geht, zu den ersten Anlaufstellen. Durch seine zahlreichen Illustrationen in vielen Märchenbüchern erlangte er in seinem Heimatland große Berühmtheit.
Aber auch in der Neuzeit verliert die jahrhundert alte Sage nicht an Charme. So hat sich Christoph Hardebusch in seinem Werk ,,Die Trolle" speziell und fast ausschließlich mit diesen Fabelwesen befasst, und beschreibt ihr Wesen sehr passend zu den alten Geschichten aus der Folklore. Jedoch stellt der Autor sie nicht als all zu dumm dar, sondern zeigt auf, dass sie sich auch einigermaßen zivilisiert verhalten können wenn es an ihre eigene Art geht und ihre Auslöschung bevorsteht.